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Olli Banjo & Jonesmann: 4 Fäuste für ein Halleluja

6. März 2009 [ Kein Kommentar ]

Etwa vier Jahre gingen ins Land, bis der Frankfurter Samson Jones und der Wahlkölner Oliver Otubanjo ihr gemeinsames Album „4 Fäuste für ein Halleluja“ für würdig erachteten, es der breiten Masse zur Verfügung zu stellen. Ende Februar ist es schließlich herausgekommen, verlegt über Echte Musik, Jonesmanns Label.

Der Frankfurter aus dem Stadtteil Bonames beweist aber nicht nur bei der Wahl seiner Signings ein gutes Händchen, sondern auch bei seinen Kollabos und der Titelauswahl.

„4 Fäuste für ein Halleluja“ ist anders, ist schräg, doch ist es gerade das, was es so Besonders, so abgefahren macht. Man kann beinahe heraushören wie beide Künstler an dem Werk ein bisschen gewachsen sind und sich so richtig austoben konnten. Es ist kein typisches Jonesmann Album aber auch nichts, das man von Olli Banjo erwarten würde. Es ist einfach anders, es ist einfach echte Musik.

Die Unterschiede machen sich schon bemerkbar, wenn man die CD in den Händen hält. Das Portrait der beiden Rapper, wie sie im Regen stehen und ihre Fäuste ballen, wirkt so, als wäre der Grafiker ein paar Mal zu oft mit dem Weichzeichner drüber gegangen. Es sorgt dafür, dass man unwillkürlich an „Sin City“ erinnert wird, mit den dunklen Szenen und den schrägen Einstellungen. Gefestigt wird dieser Eindruck, wenn man sich das Video zu der ersten Singleauskopplung „Vögel“ anschaut.

Die 17 Tracks, die sich auf dem Album befinden, sind dabei so versatil wie die Künstler die sie aufs Papier gebracht und ins Mikro geboxt haben. Songs wie „Himmel zieht zu“ hinterlassen eine deutliche Olli Banjo Handschrift und gehen mit Schlagzeug und Gitarren-Riffs richtig ab, während auf „Mehr Tränen“ einen Jonesmann die Hook singt, dem man jedes einzelne Wort abkauft und deeper nicht hätte sein können. Gut abgerundet wird das ganze von Battleraps wie in „Legen euch um“, wo einem die Bars um die Ohren gehauen werden, bis man Grün und Blau ist.

Produktionstechnisch zeichnen sich Lex Barkey, Benny Blanco, Roe Beardie, Sti, M3 & Noyd und phreQuincy für „4 Fäuste für ein Halleluja“ verantwortlich und können dem ganzen auch Beattechnisch einen qualitativ einwandfreien Anstrich verleihen.

Einziges Manko für mich persönlich ist allerdings das etwas zu schmal geratene Booklet. Ich hätte gerne ein wenig mehr gesehen, vor allem aber die Texte wären schön gewesen. Das tut dem exzellenten Gesamteindruck des Albums allerdings keinen Abbruch und stellt eher eine subjektive Meinung dar.
Das Album ist eigentlich ein Muss für jeden Hip-Hop Fan. Jonesmann und Olli Banjo Fans dürften ohnehin nicht darum herum kommen.

Titel: 4 Fäuste für ein Halleluja
Label: Echte Musik
Art: Album

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Autor/in: Andreas Schnell Bilder: Echte Musik Abo: RSS-Feed | Mehr...




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